Ahnenschrein

Viele Götter oder das All-Eine?

  • Ahnenschrein von: Patryk Wierzchoń
    lesbar: Lesezeit: 15 Min.

    Götterkonzeptionen im gegenwärtigen slawischen Neuheidentum in Polen.

    Im bislang katholisch dominierten Polen wächst das Interesse an der indigenen, vorchristlichen Religion der Slawen. Die Zahl der Verfechter des slawischen Neuheidentums, in Polen meist „Rodzimowierstwo“ (dt. indigener Glaube) genannt, nimmt seit Jahren zu. Den nur bruchstückhaft überlieferten Glauben zu definieren, fällt ihnen jedoch schwer.

    In der öffentlichen Wahrnehmung gilt Polen als zutiefst katholisch geprägtes Land, nicht selten als Trutzburg wider die Säkularisierung. Etwa 90 % der Bevölkerung Polen gehören der römisch-katholischen Kirche an. Und doch vollzieht sich auch in Polen eine zunehmende Infragestellung der katholischen Dominanz auf religiöser Ebene. Insbesondere junge Polen folgen den Lehren der katholischen Kirche nicht mehr, ohne sie zu hinterfragen.

    Zu den Profiteuren dieser Entwicklung gehört auch eine kleine Szene von Aktivisten, die sich der Wiederbelebung der vorchristlichen slawischen Religion verschrieben haben. Ganz neu ist dieses Phänomen nicht. Schon in den 20er Jahren gründeten sich erste kleine Zirkel und Zeitschriften, die dieses Ziel verfolgten. Dabei waren diese Gruppen wiederum beeinflusst von der romantischen Begeisterung für die vorchristliche Glaubenswelt, von der die slawische Welt im 19. Jahrhundert erfasst wurde, ähnlich der Germanenbegeisterung in der Welt zur gleichen Zeit. In der kommunistischen Zeit lange verfolgt und misstrauisch beobachtet, lag die Zahl der Aktivisten und Gläubigen Anfang der 90er Jahre bei einigen Dutzend bis ein paar Hundert. Inzwischen ist die Szene auf einen harten Kern von ca. 2000 Aktivisten und auf bis zu 10.000 Anhänger angewachsen. Ein großer Teil der Szene ist völkisch-nationalistisch ausgerichtet.

    Woran glauben die Anhänger des slawischen Neuheidentums, die sich selbst häufig Rodzimowiercy (dt. „indigene Gläubige“) nennen? Welche Götter beten sie an? Oder beten sie überhaupt Götter an? Wirft man einen genaueren Blick auf die slawisch-neuheidnische Szene in Polen, auf die Programme, auf Artikel der Zeitschriften, Foren, Webseiten, Blogs und Aktivitäten in den sozialen Netzwerken, stellt man schnell fest, dass es je nach Gruppe unterschiedliche Auffassungen vom Göttlichen oder den Göttern gibt, oder davon, welche Götter nun wichtig sind und welche nicht.

    Anders als bei den religiösen Vorstellungen der Römer, Griechen und – mit Einschränkungen – der Germanen ist die Religion der Slawen nur bruchstückhaft überliefert. Authentische Primärquellen fehlen völlig. Eine slawische Variante der Liederedda oder von Homers Epen existiert nicht. Entsprechende Publikationen, wie das sogenannte „Buch von Weles“, werden von Wissenschaftlern, aber auch von vielen Rodzimowiercy als Fälschung betrachtet. Als historische Quellen dienen neben archäologischen Funden daher vor allem Berichte christlicher Chronisten und Missionare.

    Wie gehen die Anhänger des slawischen Neuheidentums mit dieser schwierigen Ausgangssituation um? Ähnlich wie viele gegenwärtige alternativreligiöse Phänomene aus anderen Ländern ist die slawisch-neuheidnische Szene in Polen ein höchst pluralistisches und diskursiv-fluides Gebilde. Es dominieren kleine, oft nur lokal oder regional aktive Gruppen, die mehr oder weniger intensiv miteinander vernetzt sind. Viele Anhänger dieser im Binnendiskurs häufig als Rodzimowierstwo oder Rodnoverie (es gibt noch viele weitere Namen) bezeichneten „indigenen slawischen Religion“ Polens praktizieren ihren Glauben auch allein und unabhängig von irgendwelchen Gruppen. Um die komplexe Ausgangslage zu vereinfachen, wurden für diesen Artikel drei der gegenwärtig aktiven Gruppen ausgewählt. Das sind 1. die Rodzimy Kościół Polski („Indigene polnische Kirche“), 2. Rodzima Wiara („Indigener Glaube“) und 3. Watra Fundacja („Stiftung des hl. Herdfeuers“). Ihre Konzepte und Anschauungen sollen im Folgenden vorgestellt werden.

    Pantheismus und Universalismus: die Rodzimy Kościół Polski

    Die Rodzimy Kościół Polski bzw. RKP ist eine der ältesten heute aktiven Gruppen. Sie wurde 1995 als erste neuheidnische Gruppe offiziell von den Behörden registriert. Ihre Wurzeln reichen jedoch bis in die 20er Jahre zurück. Durch personelle Kontinuitäten ist sie verbunden mit dem 1921 gegründeten Koła Czcicieli Światowida (dt. „hl. Kreis der Swantewit-Verehrer“), der ersten in Zentral- und Osteuropa überhaupt aktiven Gruppe, die man als slawisch-neuheidnisch bezeichnen kann. Dieser Kreis verehrte vor allem die Gottheit Swiatowid bzw. Swantewit, eine bis ins 12. Jahrhundert auf Rügen verehrte slawische Stammesgottheit. Der Gründer des Kreises, Władysław Kołodziej (1897 – 1978) vertrat die Ansicht, dass die vorchristlichen Slawen Monotheisten und Anhänger Swiatowids waren. Die von christlichen Missionaren beschriebenen Götterstandbilder seien lediglich Darstellungen bedeutender Persönlichkeiten gewesen, der angenommene slawische Polytheismus damit quasi lediglich ein Missverständnis christlicher Missionare. Swiatowid sei überdies identisch mit dem einen Gott der Juden, Christen und Muslime, die verschiedenen Religionen lediglich Ausprägungen des Glaubens an die eine Gottheit. Diese Vorstellung wird heute noch von älteren Vertretern der RKP hochgehalten, indessen vertreten viele jüngere Aktivisten andere Vorstellungen. Die Kernelemente der heute zumeist in der RKP vertretenen religiösen Annahmen lassen sich anhand des Programms der RKP folgendermaßen beschreiben: ein als Synthese von Pan- und Polytheismus beschriebenes Gottesverständnis, das die höchste Gottheit als weltimmanente und alles durchdringende Kraft versteht. Ebenso ist von Henotheismus die Rede. Die konkrete Ausgestaltung dieses Gottesverständnisses überlässt die RKP den einzelnen Mitgliedern und Anhängern, ebenso dessen Benennung. Neben Perun und Svarog ist nach wie vor die Gottheit „Świętowit“ („Swiatowid“ gilt heute nicht mehr als historisch korrekte Schreibweise) von Bedeutung und Gegenstand religiöser Verehrung. Alle Gottheiten gelten als Manifestation der alles durchdringenden, höchsten Kraft. Ein Austritt aus anderen Glaubensgemeinschaften ist keine notwendige Voraussetzung, um sich der RKP anzuschließen. Alle Religionen werden nach wie vor als gleichwertig anerkannt und als Verehrung desselben Gottes unter verschiedenen Namen verstanden. Vermutlich ist dieser universalistische Ansatz, der an die Theosophie oder an den Neohinduismus eines Swami Vivekananda (1863-1902), einem hinduistischen Mönch und Gelehrten, erinnert, auch der Grund dafür, dass die RKP Mitglieder mit nichtslawischem Hintergrund akzeptiert, obwohl sie sich als indigene Religion versteht.

    Eng verbunden mit dem Kult um Świętowit ist das sogenannte Zbrucz-Idol. Dieses über zwei Meter hohe Standbild aus Kalkstein des 9. oder 10. Jahrhunderts – im 19. Jahrhundert in Galizien entdeckt – wird von vielen Wissenschaftlern mit der auf Rügen in einem Tempel am Kap Arkona verehrten Stammesgottheit assoziiert. Die Statue ist quadratisch und mit vier Gesichtern versehen. Die auf Rügen in Form eines hölzernen Standbilds verehrte Gottheit wird von christlichen Chronisten wie Saxo Grammaticus als vierköpfig und ein Trinkhorn haltend beschrieben. Auf dem Zbrucz-Idol ist auf einer Seite ebenfalls ein Horn dargestellt. Als Symbol für Świętowit ist es auch für andere slawisch neuheidnische Gruppen von großer Bedeutung, besonders jedoch für die RKP.

    „Slawische“ Religion auf Basis der Veden: Rodzima Wiara

    Rodzima Wiara (RW) ist neben der RKP die geschichtsträchtigste neuheidnische Gruppe in Polen. Auch diese Gemeinschaft hat ältere Vorläufer. Ihre ideologie-geschichtlichen Wurzeln reichen zurück in die 30er Jahre, als Jan Stachniuk (1905 – 1963) die Zadruga-Ideologie entwickelte. Diese Ideologie, beeinflusst von Nietzsche und Weber, war primär antichristlich ausgerichtet und verfocht einen monistisch angehauchten, heroischen National-Kollektivismus. Stachniuk forderte, die Polen sollten alle „aufgezwungenen judisch-christlichen“ Werte und Vorstellungen abwerfen und eine kriegerische und schöpferische Haltung entwickeln. Er lehnte indes die Wiederbelebung der slawischen Religion ab. Dennoch verschrieb sich ihr ein Teil seiner Anhänger, die weitaus nationalistischer und antisemitischer eingestellt waren als er, und sie begannen, erste Lieder und Hymnen für die slawischen Götter zu verfassen. RW – etwas später als die RKP – 1995 gegründet, wurde von solchen Anhängern Stachniuks ins Leben gerufen.

    Die Veden sind für die RW als älteste heilige Schrift der „Indo-Arier“ von besonderer Bedeutung. Da von den Slawen keine eigenen Schriften überliefert wurden, ermöglichten es demnach die Veden die ur-arische und damit ur-slawische Religion wiederzuentdecken. Frei übersetzt heißt es im großen Glaubensbekenntnis der RW: „In der ursprünglichen, der vedischen Periode, der Religion und Philosophie der Indo-Arier, ist Brahman das aktive Prinzip der Welt, der göttlichen Urkraft, der kosmische Wille des Allschöpfers. Brahman ist die geistige Seite der Welt, es umgreift das Selbst, es enthält die Welt in sich und die Welt ist ihr Körper – es ist identisch mit dem Kosmos. Die Verkörperung des absoluten Brahman ist der Gott Brahma. Meistens ist Brahman mit vier Gesichtern dargestellt, die in alle vier Richtungen der Welt blicken.“ Laut Glaubensbekenntnis ist die RW davon überzeugt, dass der „Göttliche Wille“ das ganze Universum durchdringt und nach göttlicher Vollendung strebe. Wie Brahma seien die anderen Götter Manifestationen dieses All-Einen. Der Mensch solle seine eigene Göttlichkeit erkennen und daher nach Größe und Perfektion streben. Anders als andere vergleichbare Gruppen lehnt die RW den Glauben an ein Leben nach dem Tod ab. Mit der Rückkehr in den Schoß des All-Göttlichen verlösche das Individuum. Der Mensch lebt laut RW jedoch in der Erinnerung der Nachkommen und in seinen Schöpfungen weiter. Aus RW haben sich in Laufe der Zeit viele neue slawisch-neuheidnische Gruppen heraus entwickelt, die ebenfalls stark von der Zadruga-Ideologie inspiriert sind.

    Polytheismus mit elaborierter Mythologie: Watra Fundacja

    Wer sich bisher gefragt hat, wo denn nun die Anhänger des Polytheismus bleiben, für den dürfte die Gruppe Watra interessant werden. Die ca. 2009 von Rafał Merski gegründete und seit 2014 als Stiftung organisierte Gruppe ist strikt polytheistisch orientiert. Ähnlich wie RW ist Watra stark von der Zadruga-Ideologie beeinflusst und völkisch-nationalistisch ausgerichtet. In seinem Buch „Słowiańskie Dziedzictwo“ beschreibt Merski in höchst elaborierter Form seine Version des slawischen Pantheons. Laut Watra lassen sich die slawischen Götter in Hochgötter, Lokalgötter und Ortsgeister, die in Bergen, Flüssen und Bäumen leben, unterteilen. Die Gruppe vertritt, dabei an Mircea Eliade (1907-1986) erinnernd, ein dreistufiges Weltbild: 1. Unterwelt; Totenwelt, 2. Menschenwelt 3. Himmel, welche über eine Weltachse, den Weltenbaum verbunden sind. Im Folgenden werden die höchsten Götter des Watra-Pantheons beschrieben.

    1. Perun: Er ist der slawische Donnergott, Patron der Männer und Krieger und die Verkörperung von physischer und militärischer Kraft. Perun ist Herrscher über Gewitter und Blitze. Er ist ausgestattet mit Axt oder Hammer und Streitwagen. Er manifestiert sich in der Welt als Adler.
    2. Weles: Er ist der Wächter der Seelen, Gott der Unterwelt „Navii“, der Händler, der Kunst, der Magie und der wilden Tiere. Weles ist der Herrscher über die dunkle Jahreszeit, der im Frühjahr durch Perun besiegt wird. Laut Watra steht er in einem dualistischen Gegensatz mit Perun, der die warme und helle Jahreszeit verkörpert. Er gibt die Seelen frei, die auf der Erde wiedergeboren werden oder in der dunklen Jahreszeit auf der Erde umherwandern. Auf ihn bezieht sich das oben genannte „Buch von Weles“.
    3. Matka Ziemia Wilgotna – die feuchte Mutter Erde: die Göttin des Lebens und der Fruchtbarkeit.
    4. Mokosz: die Verkörperung der Frauen und der Arbeit von Frauen, wie dem Spinnen und Weben. Schutzpatronin.
    5. Swarog: göttlicher Schmied, gab den Menschen die Schmiedekunst, Patron der Schmiede und der Ehe und Bewahrer der Monogamie. Er schmiedete die Sonnenscheibe und warf sie an den Himmel. Er ist damit Vater der Sonne.
    6. Dadźbog: Sonnengott, Spender von Wohlstand und Glück, er ist der Sohn des Swarog und übernahm die Herrschaft von seinem Vater.
    7. Świętowit: Gott der Früchte, der Ernte des Reichtums, des Kampfes und der militärischen Kraft.

    Wir haben es hier also mit einer relativ klar strukturierten Götterwelt zu tun. Die Götter sind in ein hierarchisches System eingebettet und ihnen werden unterschiedliche Zuständigkeiten und Fähigkeiten zugewiesen. Freilich können sich diese auch überschneiden. Je nach Interessenlage ist es durchaus üblich, dass einzelne Gläubige spezifischen Göttern bevorzugte Verehrung zukommen lassen.

    Anders als RW sind Postmortalitätsvorstellungen fester Bestandteil der Glaubenswelt von Watra. Das in der Unterwelt liegende Totenreich „Navii“ ist demnach in verschiedene Sphären aufgeteilt. Es gibt Sphären für herausragende Persönlichkeiten wie auch für Menschen, die sich schlechter Taten schuldig gemacht haben. Seelen der Toten können über mehrere Stationen in die Sphäre (Swarga) der Götter aufsteigen oder wiedergeboren werden. Die Reinkarnation der Seelen vollzieht sich im Rahmen der Familien. Dies bedeutet, dass Kinder mit den Seelen der Ahnen wiedergeboren werden.

    Vielfalt der Götter – Vielfalt an Glaubensvorstellungen:

    Die Vielfalt an unterschiedlichen Konzepten zeigt, wie schwierig es ist, mit wenigen Quellen eine untergegangene Religion zu rekonstruieren, aber sie bezeugt auch die Kreativität der Gläubigen, diesen Mangel zu beheben. Sei es durch Übernahme esoterischer Elemente wie bei der RKP, durch Bezugnahme zu den Veden wie bei RW oder durch Übernahme wissenschaftlicher Modelle und Theorien, wie dies bei Watra der Fall ist. Dabei steht Watra in gewisser Hinsicht für einen Trend im neuen Jahrtausend: weg von esoterischen und pantheistischen Konzepten hin zu rekonstruktivistischen Polytheismus-Modellen, die auf der wissenschaftlichen Auswertung vorhandener Quellen basieren. Diese Modelle sind indes sehr vielfältig und widersprüchlich, ebenso ist auch der tatsächliche Nutzen des historischen Quellenmaterials Gegenstand intensiver Debatten innerhalb wie außerhalb der Szene. Gerade die RKP wird für ihren pantheistisch-universalistischen Ansatz von anderen neuheidnischen Aktivisten in Polen heftig kritisiert.

    Trotz aller Unterschiede gibt es auch signifikante Gemeinsamkeiten: das Feiern der jahres- und lebenszyklischen Feste, ein ausgeprägter Ahnenkult (Manche Gläubige beten im Alltag eher zu den Ahnen als zu den hohen Göttern), die Verehrung der Natur als heiliges und beseeltes Wesen und die daraus resultierende Verbindung von Volk, Land und Religion. Nicht zuletzt der Bezug zur slawischen Tradition, Herkunft und Identität vereinigt alle Rodzimowiercy. Auch wenn die Frage, was diese Identität nun ausmacht, nicht endgültig beantwortet ist.

    Weblinks:

    Literatur:

    • Merski, Rafał: Słowiańskie dziedzictwo. Rodzima religia i filozofia. Wrocław 2010.
    • Merski, Rafał: Slavonic Ethics. Wrocław 2010.
    • Modern Pagan and Native Faith Movements in Central and Eastern Europe. Kaarina Athamurto, Scott Simpson (Hg.). Durham 2013.
    • Okraska, Remigiusz: W Kręgu Odyna i Trygława. Neopoganizm w Polsce i na świecie (zarys problematyki). Biała Podlaska 2001.
    • Państwo i Społeczeństwo (Bd. VIII. 4). Neopogaństwo w Polsce, Bd. 1. Czasopismo krakowski szkoły im. Wyższej Andrzeja Frycza Modrzewskiego. Klemens Budzowski, Maria Kapiszewska, Zbigniew Mociąg, Jacek Majchrowski (Hg.). Kraków 2008.
    • Państwo i Społeczeństwo (Bd. IX. 4). Neopogaństwo w Polsce (Bd. II). Czasopismo krakowski szkoły im. Wyższej Andrzeja Frycza Modrzewskiego. Klemens Budzowski, Maria Kapiszewska, Zbigniew Mociąg, Jacek Majchrowski (Hg.). Kraków 2009.
    • Potrzebowski, Stanisław: Zadruga. Eine völkische Bewegung in Polen. Diss., Bonn 1982.
    • Przeszłość i tożsamość. Społeczno-kulturowe aspekty polskiego neopogaństwa. Piotr Wiench (Hg.). Warszawa 2008.
    • Simpson, Scott: Native Faith. Polish Neo-Paganism at the Brink of the 21st Century. Kraków 2000.

    Bilder

    Titelbild: Patryk Wierzchoń - Ahnenschrein

     

    Artikel bewerten
    (0 Stimmen)
    Gelesen 659 mal
    Letzte Änderung: 03. Jun 20
    Philipp Schaab

    Philipp Schaab ist Doktorand, Horrorgeschichtenschreiber, Lyriker und Überlebenskünstler.

    Philipp Schaab wurde 1984 in einer beschaulichen Kleinstadt an der hessischen Bergstraße geboren und lebt heute irgendwo im sagenumwobenen Odenwald. Er entwickelte in seiner Jugend eine Vorliebe für unheimliche Geschichten und düstere Poesie. Mit 18 Jahren begann er zu schreiben. Seit 2006 veröffentlicht er seine Gedichte, Erzählungen, Kurzgeschichten und Essays in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften. Im Februar 2015 erschien mit „Gewitterdämmerung. Gedichte über Welt- und Sonnenuntergänge“ sein erster eigener Gedichtband beim Independent-Verlag Periplaneta aus Berlin. Der Erzählband „Der süße Duft der Kobralilie“ erschien im Mai 2016 beim selben Verlag.

    Während seines Studiums (Religionswissenschaft, Mittlere und Neuere Geschichte, Geographie), das er in Heidelberg und Krakau absolvierte und mit dem Grad eines Magister Artium (M. A.) abschloss, sammelte er auch Erfahrungen als Redakteur der religionswissenschaftlichen Studentenzeitschrift „La Réwistance“. Unter dem Pseudonym „DerHerrSchädel“ veröffentlicht er Texte im Autorenforum www.kein-verlag.de. Über die radikale Rechte in Polen veröffentlichte er mehrere Artikel in der Zeitschrift „Der rechte Rand“. Momentan arbeitet er an seiner Dissertation, in der er sich mit neuheidnischen Bewegungen in Polen auseinander setzt.

    Webseite: https://gewitterdaemmerung.wordpress.com/

    Das Neueste von Philipp Schaab

    Gedicht: Mythenrauschen 

    Ähnliche Artikel

    Mensch, wie die Zeit vergeht ...
    Das Leben ist ein Geschenk, so sagt man. Die Zeit…
    Die dunkle Seite des Druidentums
    Sind die Druiden von heute wirklich so freundlich und strahlend…
    Die Lange Nacht der Religionen Berlin – Pagane Wege und Gemeinschaften
    Heiden in der Langen Nacht der Religionen und im interreligiösen…
    Rufhorn: Heiden-TV
    von
    Im Januar 2014 wurde mit Heiden-TV ein Projekt ins Leben…
    Kolumne: Von Chaos bis Kommerz - Wandel
    von
    Noch wenige Tage bis Samhain und obwohl ich dieses Jahr…
  • Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten

    Artikelsuche

    Gratis Leseproben

    • Die dunkle Seite des Druidentums Die dunkle Seite des Druidentums
      Geschrieben von am: 16. Feb. 17 in der Kessel - Extrablatt
      Sind die Druiden von heute wirklich so freundlich und strahlend wie man es sich wünscht? Ihre Vorbilder von damals fochten wilde Schlachten auf Leben und Tod. Heute stehen die Druiden für Umweltschutz und Kunst. John Beckett wirft einen Blick auf die dunkle Seite Druidentums.
    • Waldgeheimnisse - April: Im Duft der Traubenkirsche Waldgeheimnisse - April: Im Duft der Traubenkirsche
      Geschrieben von am: 20. Apr. 17 in der Kessel - Extrablatt
      Eine imaginäre Reise durch den frühlingshaften Wald im April. Im Duft der Traubenkirsche schwelgen und den Neubeginn des Lebens feiern. Darf ich dich in meine Welt entführen? Vom Naschen am Waldboden bis hin zur rechtlichen Frage des durch die Wälder Streifens abseits von Wegen.
    • Warum der Wald verzaubert ist Warum der Wald verzaubert ist
      Geschrieben von am: 04. Dez. 15 in der Kessel #1: Naturverehrung
      Manchmal, wenn man den Ruf aus unsichtbaren Welten zu oft überhört hat, scheint man sich verlieren zu müssen, um sich wieder zu finden. Und erfahrungsgemäß eignet sich ein Waldspaziergang besonders gut dafür: Dort, wo die Grenzen zwischen Ich-Bewusstsein und Naturerleben verschwimmen, kann Magie wieder unverhofft zu neuem Leben erweckt werden. Ein persönlicher Bericht über den Ruf des Bussards, die Erinnerungen…
    • Nackt auf dem Bahnhofsklo Nackt auf dem Bahnhofsklo
      Geschrieben von am: 21. Apr. 16 in der Kessel #2: die Anderen
      Athame, Pentakel, Schattenbuch und Zauberstab. Hexen und andere Magiepraktizierende können einen Koffer mit ihren Utensilien füllen. Geht es auch ohne sie? Die Fortgeschrittenen in der Magie bestehen darauf, dass sich alles auch nackt auf dem Bahnhofsklo verwirklichen lassen muss. Ob das wirklich so einfach ist, hat die Autorin persönlich erforscht.